Die Deutsche Bahn und Konzerntochter Bex planen für das nächste Jahr, ihre Busflotte zu vergrößern und ein großes Fernbusliniennetz aufzubauen. Bisher war die DB vor Konkurrenz geschützt: Fernbussen werden in Deutschland seit 80 Jahren in Deutschland enge Grenzen gesetzt. Aufgrund der Entscheidung der Bundesregierung, den Fernverkehr mit Bussen ab 2011 zu erlauben, will die Bahn ihre Stellung im Fernverkehr behaupten und droht gleichzeitig damit, Angebote im Schienen-Fernverkehr einzuschränken. Busse sind mit niedrigen Kosten zu betreiben, dazu geht von Ihnen ein hoher Wettbewerbsdruck aus. Die deutsche Bahn ist bereits im Besitz der größten Busflotte des Landes mit den Tochterfirmen Bex, Autokraft und Regiobus Dresden.
Ob diese Maßnahmen auch für die Kunden sinnvoll sind, bleibt abzuwarten. Die Tickets sind zwar günstiger, jedoch dauern die Fahrten über die oft verstopften Autobahnen doppelt und dreimal so lange wie mit dem Zug. Die Strecke Köln-Hamburg dauert beispielsweise mindestens 7,5 Stunden während der ICE knapp die Hälfte der Zeit in Anspruch nimmt. Für Geschäftsreisende sind die Angebote folglich nicht interessant, eher die preisorientierten Fahrgäste werden angesprochen.
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